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Die Pflege, die niemand sieht

RoutineDie Pflege, die niemand sieht

Mähne und Fell bekommen die Komplimente. Huf und Haut entscheiden, wie lange es sie gibt.

Diese Routine hat keinen Vorher-Nachher-Effekt. Sie hat einen Effekt nach einem Jahr, und das macht sie zu der Pflege, die am häufigsten liegen bleibt. Dagegen hilft nur eines: ein fester Rhythmus, der nicht von der Tagesform abhängt.

Jeden Tag, beim Putzen

Einmal in der Woche

Das Huföl, und zwar auf Hufwand, Kronrand und Ballen. Der Kronrand ist die eigentliche Baustelle, denn dort entsteht neues Horn, das danach etwa acht Millimeter im Monat nach unten wächst. Was du heute dort tust, siehst du in einem Jahr unten am Tragrand.

In der nassen Jahreszeit

Zwischen Oktober und März kommt die Strahlpflege dazu, zwei- bis dreimal in der Woche, auf den ausgekratzten und trockenen Huf, mit der Spitze in die seitlichen und die mittlere Strahlfurche. Nicht öfter, und niemals statt des Hufkratzers.

Nach Bedarf

Wo die Pflege aufhört

Eine klare Grenze, und sie steht hier absichtlich mitten im Text: Wenn der Strahl zerfällt, bröckelt, blutet oder stark riecht, wenn die Haut nässt, Krusten bildet oder stark juckt, dann ist das kein Fall für ein Pflegeprodukt. Dann gehört das Pferd in die Hand der Hufbearbeiterin oder der Tierärztin, und zwar in derselben Woche.

Schönes Fell ist der Bericht, den die Haut über die letzten vier Wochen schreibt.

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