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Im Winter macht nicht der Schmutz die Haut kaputt

HautIm Winter macht nicht der Schmutz die Haut kaputt

Die meisten Hautprobleme im Winter kommen von Reibung und Feuchtigkeit, nicht von Schmutz. Wie du Decke, Bürste und Trockenzeit so einsetzt, dass die Haut heil bleibt.

Im November ändert sich der Putzplatz. Es ist dunkel, es ist kalt, das Pferd ist feucht bis auf die Haut, und niemand hat Lust auf eine Dusche. Also wird abgedeckt, kurz drübergegangen, wieder zugedeckt. Im Februar steht man dann vor Schuppen, einer kahlen Stelle am Widerrist und einer Haut, die seit Wochen niemand richtig angefasst hat.

Was der Haut im Winter schadet, ist Reibung auf feuchtem Fell, nicht Dreck.

Seltener waschen, gründlicher bürsten

Jedes Waschen im Winter bedeutet ein Winterfell, das Stunden braucht, bis es wieder isoliert. Die Bürste macht dieselbe Arbeit und noch etwas dazu: Sie holt Schuppen und Talg nach oben und verteilt das Hautfett bis in die Spitzen. Striegel in kleinen Kreisen auf den fleischigen Partien, dann die harte Bürste in Haarrichtung, zuletzt die weiche. Wer das zwei Minuten länger macht, braucht den Schlauch den ganzen Winter nicht.

Trockene Stallluft tut den Rest. Staub von Heu und Einstreu, dazu Luft, die kaum zieht, und schon liegt bei dunklen Pferden ein grauer Schleier im Fell. Das ist kein Schmutz, das sind Hautschuppen. Lüften hilft dagegen mehr als jede Flasche.

Das Pferd, das verschwitzt in die Decke kommt

Ein geschorenes Pferd, das nach der Arbeit nass unter die Decke geht, trocknet darunter nicht, es schwitzt weiter. Feuchtes Fell plus Decke plus Bewegung ist genau die Mischung, aus der Scheuerstellen und gereizte Haut entstehen. Also erst abschwitzen, mit Abschwitzdecke oder einer Schicht Stroh unter der Decke, und dann eindecken. Die Hand hinter der Schulter sagt dir, ob das Pferd trocken ist. Die Hand auf dem Rücken sagt es nicht.

Decken scheuern am Widerrist und an der Schulter

Eine Decke, die am Hals zu eng sitzt, drückt bei jedem Senken des Kopfes auf den Widerrist. Eine, die zu weit ist, rutscht und reibt bei jedem Schritt über die Schulter. Beides siehst du zuerst an den Haaren. Sie stehen gegen die Wuchsrichtung, werden stumpf, dann dünner, dann ist die Stelle kahl. Ein glattes Unterziehteil nimmt von der Reibung an der Schulter einen guten Teil heraus.

Eine kahle Stelle unter der Decke ist ein Passproblem und keine Pflegefrage. Solange die Decke sitzt wie bisher, wächst dort nichts nach, egal was du aufträgst. Krusten, nässende Stellen oder Haarverlust, der sich ausbreitet, obwohl die Decke längst ab ist, gehören zum Tierarzt.

Schuppen und trockene Haut richtig lesen

Schuppen für sich sind im Winter normal, besonders während das Pferd sein Winterfell schiebt. Verdächtig wird es, wenn sie an einer Stelle sitzen statt überall, wenn Juckreiz dazukommt oder wenn die Haut darunter rot oder verdickt ist. Dann hörst du mit dem Bürsten auf und siehst genauer hin.

Die beste Hautpflege im Winter ist eine Bürste, eine trockene Decke und fünf Minuten, in denen niemand friert.

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