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Gegen Sommerekzem hilft vor allem Abstand

HautGegen Sommerekzem hilft vor allem Abstand

Gegen Sommerekzem hilft vor allem, was die Mücke nicht an das Pferd lässt. Welche Zeiten, Standorte und Decken das leisten und wo der Tierarzt anfängt.

Sommerekzem ist weniger ein Pflegethema als ein Standortthema. Die Kriebelmücke beißt in der Dämmerung, am liebsten an windstillen Abenden in der Nähe von stehendem Wasser, und sie beißt immer an denselben Stellen. Alles, was wirkt, setzt deshalb vor dem Biss an und nicht danach.

Es hilft vor allem, was die Mücke gar nicht erst an das Pferd lässt.

Die Kriebelmücke hat einen Dienstplan

Kriebelmücken fliegen vor allem in den Stunden nach Sonnenaufgang und in den Stunden vor Sonnenuntergang. Sie mögen Windstille, feuchte Wiesen, Bachläufe, Gräben. Wer die Weidezeiten in die Mitte des Tages legt, das Pferd zur Dämmerung hereinholt und eine Koppel wählt, über die Wind streicht, hat den größten Teil der Arbeit getan, ohne irgendetwas auf das Pferd zu tun. Ein engmaschiges Fliegengitter am Fenster und ein Ventilator, der Luft bewegt, arbeiten in dieselbe Richtung.

Mähnenkamm und Schweifrübe

Die typischen Stellen sind Mähnenkamm, Schweifrübe, die Bauchmitte und manchmal Ohren und Kopf. Dort beginnt das Scheuern, und das Scheuern ist der eigentliche Schaden: Es öffnet die Haut, und offene Haut ist der Anfang von allem, was danach kommt. Die Saison läuft vom Frühjahr bis in den Herbst, und sie beginnt jedes Jahr früher, als man plant. Ein Pferd, das sich am Zaunpfahl die Mähne ausreibt, braucht keine Bürste, sondern einen Plan.

Der Verdacht auf Sommerekzem, die Diagnose und jede Behandlung gehören zum Tierarzt. Hier steht nur, was zur Haltung gehört: Zeiten, Standort, Decke, Ruhe an der Haut. Wunde, nässende oder krustige Stellen werden nicht gepflegt, sondern vorgestellt.

Was eine gute Ekzemerdecke ausmacht

Eine Ekzemerdecke ist ein Zelt und kein Kleidungsstück. Sie soll engmaschig sein, hell und luftig, und sie muss genau die Stellen abdecken, an denen gebissen wird: Hals bis zu den Ohren, Mähnenkamm, Bauch, Schweifansatz. Rutschen darf sie nicht, denn eine rutschende Decke reibt dieselben Stellen auf, die sie schützen soll.

Haut in Ruhe lassen

Schweiß unter der Decke lässt sich mit lauwarmem Wasser abspülen, danach trocknen lassen und nicht trockenrubbeln. Scharfe Bürsten, Striegel und kräftiges Kämmen haben an einer gereizten Stelle nichts zu suchen. Weniger Reiz heißt weniger Juckreiz, und weniger Juckreiz heißt weniger Scheuern. Das ist die ganze Kette, und sie läuft in beide Richtungen.

Die Decke, die Uhrzeit und die Koppel entscheiden mehr als alles, was man in die Hand nehmen kann.

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