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Die Kiste, die den Tag rettet

TurnierDie Kiste, die den Tag rettet

Auf jedem Turnier gibt es einen Moment, in dem alles davon abhängt, ob jemand daran gedacht hat. Eine Packliste von Grooms, die zwanzig Wochenenden im Jahr fahren.

Die Kiste eines erfahrenen Grooms erkennt man daran, dass sie langweilig ist. Kein Sortiment, keine Farben, keine halbleeren Flaschen. Dafür liegt alles an derselben Stelle wie beim letzten Mal, und alles ist doppelt vorhanden, was reißen kann.

Eine Turnierkiste wird nicht gepackt. Sie wird nachgefüllt.

Was am Pferd hängt

Was die letzte halbe Stunde entscheidet

Flechtgummis in Mähnenfarbe, nicht in Weiß. Das ist der kleinste Unterschied zwischen einem geflochtenen Pferd und einem gut geflochtenen Pferd.

Was für dich dabei ist

Grooms vergessen sich selbst zuerst. In die Kiste gehören ein Paar Ersatzhandschuhe, ein Reservehemd, Sonnencreme und mehr Wasser, als du für nötig hältst. Ein Turniertag dauert von halb sechs bis abends, und niemand reitet besser, wenn er seit zehn Stunden nichts getrunken hat.

Die Ordnung

Alles, was du in den letzten fünfzehn Minuten brauchst, liegt oben. Alles, was du nur im Notfall brauchst, liegt unten und darf schwer sein. Zwischen beidem eine Ebene für die Sachen des Pferdes. Wer diese drei Ebenen einmal einrichtet, sucht auf dem Turnier nie wieder etwas, und das ist der eigentliche Luxus an einem Tag, an dem ohnehin alles gleichzeitig passiert.

Souveränität auf dem Turnierplatz ist zu neunzig Prozent Vorbereitung und zu zehn Prozent Ruhe.

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